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Nachbarschaftshilfe: 500 Stunden Dienst am Nächsten

Großmutter-Gartenarbeit
Dießen – Die Nachbarschaftshilfe Dießen und ihre Angebote sind für die Gemeinde unverzichtbar. Stolze 500 Stunden haben die Helfer 2017 ehrenamtlich geleistet.

Begleitung bei Arztbesuchen, Unterstützung beim Einkaufen oder  Betreuung von Kleinkindern – ehrenamtliche Helfer der Nachbarschaftshilfe Dießen packen dort an, wo Menschen Hilfe brauchen. „500 Stunden sind so im Jahr durch Einsätze geleistet worden, dazu kommen dann noch die verschiedenen Veranstaltungen“, berichtete die erste Vorsitzende Sabine Krämer auf der sehr gut besuchten Hauptversammlung am Donnerstagabend in der Sportgaststätte „die Veranda“ ein.

Bürgermeister Herbert Kirsch ließ sich auch in diesem Jahr aus terminlichen Gründen entschuldigen, so dass erneut Gemeinderätinnen Bea von Liel und Antoinette Bagusat die politische Gemeinde vertraten. „Nächstes Jahr muss er aber kommen, da feiern wir unser fünfjähriges Jubiläum“, sagte Sabine Krämer in ihrer Einleitung zum Jahresbericht. Mit 57 Mitgliedern ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Unter den 280 (220 im Vorjahr) Anfragen machen auch in diesem Jahr die 98 Fahrdienste mit 2000 Fahrkilometern den größten Anteil aus. Dann folgen Einkäufe und Besorgungen wie Botengänge zur Post oder Reinigung, 50 Hausbesuche, handwerkliche Tätigkeiten und kurzfristige Kinderbetreuung.

Es kommen aber auch immer wieder Anfragen, die nach einer Dauerbetreuung verlangen. In diesen Fällen kommt die Nachbarschaftshilfe an ihre Grenzen und vermittelt an die entsprechenden Fachdienste oder kompetente Einrichtungen weiter. So hat sich über die Jahre auch eine gute Zusammenarbeit mit der Familienhilfe in Windach, dem Verein Füreinander aus Utting und den Verein Gemeinsam aus Schondorf ergeben.

„Wir sind eine Notfallhilfe, wir übernehmen keine regelmäßige Betreuung“

, erklärte Krämer. Aber die Nachfrage nach regelmäßiger Hilfe steige stetig an. „Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das uns in den kommenden Jahren überrollen wird“, appellierte die Vorsitzende an alle verantwortlichen Ebenen.

Besonders erfreulich entwickelt sich die Büchertauschbörse in englischem Design“, fuhr Krämer fort, eine Aktion, die die Nachbarschaftshilfe gemeinsam mit dem Freundeskreis Ammersee/Windermere auf den Weg gebracht hat. Der Grundgedanke, nimm ein Buch raus und lege ein anderes dafür rein, vollzieht sich ganz laut- und schmutzlos in der nostalgischen englischen Telefonzelle in der Mühlstraße. Zu den weiteren Aktionen gehören ein bis auf den letzten Stuhl besuchter Vortrag über das nicht immer leichte Erben und Vererben, das Mittwochscafé im Blauen Haus und der Mittagstisch im Unterbräu. Highlight aus Seniorensicht war eine Dampferfahrt über den Ammersee, den einige Senioren alleine nicht hätten bewältigen könnten. Mit Unterstützung der Nachbarschaftshilfe wurde es für sie aber ein unvergesslicher Sommertag.

Nachdem Kassier Andreas Potter die finanzielle Lage des Vereins erläutert hatte, wurde zügig und ohne langwierige Wahlvorgänge der komplette Vorstand der Nachbarschaftshilfe im Amt bestätigt. Vorsitzende bleibt Sabine Krämer, als Stellvertretung steht ihr weiter Antoinette Bagusat zur Seite, Andreas Lotter bleibt Schatzmeisterin, Christiane Hainze, Bea von Liel, Yvonne van Geriert und Julia Wodarz komplettieren die Führungsriege. Am Ende lobte Sabine Krämer die unkomplizierte Zusammenarbeit und den guten Zusammenhalt und bedankte sich bei allen mit einem Geschenk aus eigener Tasche. Katrin Dyballa

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